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Eine wahre Geschichte
Der heute unter dem Namen
"Andrese-Gottsacher" bekannte Platz im Karsauer Wald -
zur Grenze von Minseln - war eine riesige und tiefe
Doline.
Zu einer Zeit, in der es die heutigen Tierseuchengesetze
noch nicht gab, wurden alle durch Seuchen und auch
natürlich verendete Tiere, in dieser Doline entsorgt.
Die ältesten Überlieferungen gehen bis ca. 1800 zurück
- es ist denkbar, dass dieser Ort schon viele Jahre früher, als
Entsorgungsstelle für Tierkadaver oder schlimmeres, benutzt
wurde.
Die Ausmasse dieser Doline waren immens und sie wurde bis zur
Wilhelminischen Zeit (1890-1918) als Entsorgungsstelle
genutzt. Mit der Einführung des Tierseuchengesetzes um 1909
wurde die Nutzung als Tierfriedhof langsam eingestellt.
Der Letzte bekannte "Totengräber" war
Andres Rietschle
(Wohnhaft im Innerdorf, Karsau).
Dieser Mann war der Namensgeber für diesen unheimlichen Ort, im
Karsauer Wald - man nannte diesen Platz darum nur kurz:
"Andrese-Gottsacher"
("dem Andres sein Friedhof")
Was die Menschen in der damaligen Zeit allerdings nicht
beachtet hatten: das lehmige und kalte Erdreich dieser Doline hat
bis heute eine konservierende Wirkung....
Heute, rund 200 Jahre später sind die Geister der im Wald verscharrten Tiere zum Leben erwacht und
niemand kann Sie aufhalten.......
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